33827
tt_news:
Stimmungsbild

Fremdenverkehrsverein
Bischofsgrün e.V.
Kirchenring 4
D-95493 Bischofsgrün

Naturpark Fichtelgebirge

 

 

Der Naturpark als eine Landschaft mit überwiegenden Landschaftsschutzgebieten, ist mit einer Fläche von 102.400 ha. ausgewiesen. Unser Ziel ist es, das Fichtelgebirge als Kultur- und Erholungslandschaft zu erhalten und zu pflegen und dem Prädikat "Naturpark Fichtelgebirge" gerecht zu werden. Für uns ist ein möglichst vielfältige und intakte Natur die Grundlage für den Erholungswert. Wir sehen in der Schaffung von Erholungseinrichtungen und der Landschaftspflege zwei gleichwertige Aufgaben, die nicht voneinander zu trennen sind bzw. auch nicht im Widerspruch stehen müssen.

 

 

Fauna und Flora des Fichtelgebirges

Beim Wandern durch den Naturpark Fichtelgebirge werden Sie feststellen, daß ein vielfältiges Mosaik von verschiedenen Pflanzenstandorten unsere Landschaft ausgestaltet bzw. bedeckt. Neben den attraktiven (wie Arnika) oder großen Arten (wie Bäume), die jedem Betrachter sofort ins Auge fallen, gibt es eine Mehrzahl von Pflanzen, die optisch im Hintergrund ihre Funktion im Naturhaushalt erfüllen.

Wasserverhältnisse und menschliche Beeinflussung wirken sich so auf die Pflanzenzusammensetzung aus. Das gesamte Fichtelgebirge ist von Menschen durch verschiedene Bewirtschaftungsformen beeinflußt. So wurde auch in den größten Höhen bis in die letzten Jahrhunderte Waldweide betrieben bzw. die Oberfläche durch Bergbau verändert.

Wald

60 % der Fläche des Fichtelgebirges ist mit Wald bestockt. Dieser untergliedert sich wieder in verschiedene Ausbildungen, wie Waldmoore, trockene Wälder oder fast vegetationsarme Stangenwälder. Der bestimmende Baum des Fichtelgebirges ist die Fichte, die mit ihren fast reinen Beständen am Ochsenkopf und Schneeberg herum bei den Landschaftsnamen Pate gestanden ist. Die Fichte wird in der Regel in den Hochlagen nur noch von der Vogelbeere und der Moorbirke begleitet.

In nährstoffreicheren bzw. klimatisch günstigeren Flächen mischen sich unter die Fichte die Kiefer und die Laubhölzer, wie Buche, Ahorn, Eiche. Laubholz - Naturwaldreservate sind am Waldstein und am Hengstberg. Die Forstämter bauen in geeigneten Lagen verstärkt Mischwälder auf, die im besonderen im Bereich von Fichtelberg und an der östlichen Kösseine schon sehr schön zu sehen und zu erleben sind.

Der Wald ist Lebensraum für eine Reihe von Tieren und Wildarten. Neben Rehen, Rotwild, Auerwild leben hier auch Beutegreifer wie Luchs, Dachs, Marder, und Vögel wie Specht, Waldkauz und Rauhfußkauz. Alle diese Tiere bilden untereinander eine verknüpfte Lebensgemeinschaft mit gegenseitigen Abhängigkeiten.

Diese Lebensgemeinschaft sollten wir nicht durch unbedachtes Verhalten stören.

Feuchtgebiete und Moore

Die herkömmlichsten und bedeutendsten Moore, wie das Fichtelseemoor und die Häuselloh sind als Naturschutzgebiete gesichert. Hier kommen als Eiszeitrelikt Spirken, die baumartigen Spezies der Hochgebirgslatsche, vor. Die Moore enthalten als charakteristische Arten Torfmoore, Seggen, Wollgras und Sonnentau.

Felder und Wiesen

Alle milderen und nährstoffreicheren Gebiete werden überwiegend als landwirtschaftliche Flächen genutzt. Gemeinsam mit den Wäldern, Bächen, Feuchtgebieten, Teichen, Brachen und Feldgehölzen ergibt dies unsere Kulturlandschaft im engeren Sinne. Besonders die extensiv bewirtschafteten Wiesen und die Feldgehölze mit ihren Vorfeldern sowie die Feldraine sind heute Standorte für attraktive Pflanzen, die jeden sofort ansprechen. Hier finden Sie auf dem saueren Standort die Arnika, die Heide, den Quendel, das große Sedum die rundblättrige Glockenblume, die Margarite und den Klappertopf.

Insgesamt besitzt das Fichtelgebirge eine sehr vielfältige Landschaft. Vielleicht werden Sie auch beobachten, daß jede Jahreszeit ihre Farbe hat. Das Weiß des Winters wird im April durch das Gelb des Huflattichs bzw. der Sumpfdotterblume in feuchten Wiesen abgelöst. Helles Grün der austreibenden Laubgehölze und das Weiß des Buschwindröschens auf den Wiesen läuten den Mai ein. Die Wiesen mit Margariten, Klee, Glockenblumen, Arnika ziehen im Juni ihr buntes Kleid an. Der Sommer wird von den erikafarbenen Weidenröschen auf trockenen Flächen und dem milchig-weißen Mädesüß im Feuchtgebiet bestimmt. Mit dem Gelb und Braun der verfärbten Seggenriede geht es in den Herbst. Die allgemeine Laubfärbung beginnt mit dem einsetzenden Frost. Das Weiß vor Weihnachten ist der Wunsch der Skisportler.

Wir wünschen Ihnen eine erlebnisreiche Wanderung durch den Naturpark Fichtelgebirge.